{"id":116,"date":"2010-03-11T12:07:10","date_gmt":"2010-03-11T12:07:10","guid":{"rendered":"http:\/\/impactocr.wordpress.com\/?p=116"},"modified":"2010-03-11T12:07:10","modified_gmt":"2010-03-11T12:07:10","slug":"plenumsdiskussion-mit-allen-referenten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/digitisation.eu\/?p=116","title":{"rendered":"Plenumsdiskussion mit allen\u00a0Referenten"},"content":{"rendered":"<p><em>Anmerkung: Das Protokoll gibt die Diskussion nicht w\u00f6rtlich, sondern nur sinngem\u00e4\u00df wieder. Sven Schlarb konnte leider nicht an der Abschlussdiskussion teilnehmen.<\/em><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><strong>Frage von Ralf Stockmann:<\/strong> 300 dpi bitonal sind f\u00fcr leicht zu erkennendes OCR-Material ausreichend, im Zweifel sind daf\u00fcr aber 400 dpi Farbe zu empfehlen. In Deutschland verlangen die Richtlinien der Deutschen Forschungsgemeinschaft jedoch andere Werte (600 dpi bitonal). Was ist also zu empfehlen?<\/p>\n<p><strong>Antwort von G\u00fcnter M\u00fchlberger:<\/strong> Die langfristige L\u00f6sung f\u00fcr dieses Problem ist dynamische Binarisierung im Rahmen der OCR. Damit er\u00fcbrigt sich dann das Problem. Um auf der sicheren Seite zu sein, sollte in bestm\u00f6glicher Qualit\u00e4t gescannt werden. Erg\u00e4nzung: Nach Tests der British Library auf Basis von guten Mikrofilmvorlagen waren keine Qualit\u00e4tsunterschiede zwischen OCR vom Original und OCR vom Film festzustellen. Dies gilt aber nat\u00fcrlich nicht f\u00fcr die vielen vorhandenen alten Mikrofilme in schlechter Qualit\u00e4t.<\/p>\n<p><strong>Erg\u00e4nzende Frage zur Aufl\u00f6sung aus dem Publikum:<\/strong> Bei einem Digitalisierungsprojekt sind bei 300 dpi viele \u00fcbergesetzte Zeichen (\u00dc-Punkte, e \u00fcber u etc.) kaum mehr erkennbar. Wie wirkt sich das auf die OCR-Qualit\u00e4t aus?<\/p>\n<p><strong>Antwort von Michael Fuchs und G\u00fcnter M\u00fchlberger:<\/strong> Im Reprobereich wird daher sogar mit 1200 dpi gescannt. Nach eigenen Tests erzielen Bilder mit 300 dpi aber durchaus gute Ergebnisse bis runter zu Vierpunktschriften.<\/p>\n<p><strong>Frage aus dem Publikum:<\/strong> Inwieweit beeinflussen JPG-Artefakte die OCR-Qualit\u00e4t? Sind Tiff-Dateien zu bevorzugen?<\/p>\n<p><strong>Antwort von G\u00fcnter M\u00fchlberger:<\/strong> OCR-technisch gesehen gibt es keinen Unterschied zwischen guten JPG- und Tiff-Dateien.<\/p>\n<p><strong>Frage aus dem Publikum:<\/strong> Wie werden Bilddaten am besten gespeichert (Stichwort Langzeitarchivierung)?<\/p>\n<p><strong>Antwort von Karl M\u00e4rker:<\/strong> In der Bayerischen Staatsbibliothek werden die Dateien unkomprimiert bzw. verlustfrei abgespeichert.<\/p>\n<p><strong>Frage aus dem Publikum:<\/strong> Wie sieht das &#8216;Endprodukt&#8217; von IMPACT aus?<\/p>\n<p><strong>Antwort:<\/strong> Es wird derzeit an einem Entwurf f\u00fcr ein Centre of Competence (Website mit Helpdesk, Dokumenten und Werkzeugen f\u00fcr Entscheidungstr\u00e4ger sowie Demonstratoren einiger IMPACT-Tools) gearbeitet, das auch \u00fcber die Projektlaufzeit hinaus Bestand haben soll. Technische Tools: Es wird am Ende kein fertiges Produkt geben, denn IMPACT ist ein Forschungsprojekt. Einige Entwicklungen aus IMPACT werden aber nach Projektende in Produkte Eingang finden, andere werden auf dem Status von Prototypen bleiben und nicht weiterentwickelt werden.<\/p>\n<p><strong>Frage aus dem Publikum:<\/strong> F\u00fcr kleine Institutionen sind Digitalisierungsprojekte oftmals nur schwer zu bewerkstelligen. K\u00f6nnten diese nicht beispielsweise in Form einer Liste von Dienstleistern unterst\u00fctzt werden?<\/p>\n<p><strong>Antwort von Fedor Bochow und Anke Meyer:<\/strong> Genau solche Hilfsmittel sollen \u00fcber das Centre of Competence bzw. die IMPACT-Website angeboten werden. Es wird auf der IMPACT-Website zahlreiche Werkzeuge geben, die Entscheidungstr\u00e4gern wertvolle Hilfestellungen bieten. Beispielsweise werden Dokumente bereitgestellt, die einen bei der Entscheidung unterst\u00fctzen, ob man besser selbst digitalisiert oder aber Dienstleister damit beauftragt.<\/p>\n<p><strong>Frage aus dem Publikum:<\/strong> Gab es nicht die \u00dcberlegung, \u00fcber das Centre of Competence die Zertifizierung von Dienstleistern anzubieten?<\/p>\n<p><strong>Antwort von Fedor Bochow:<\/strong> Ja, das ist richtig. Dies wurde bereits w\u00e4hrend der IMPACT-Konferenz 2009 in Den Haag thematisiert und wird bei der derzeitigen Planung ber\u00fccksichtigt.<\/p>\n<p><strong>Frage aus dem Publikum:<\/strong> Wie sieht es mit der Finanzierung und Weiterf\u00fchrung des Centre of Competence nach Projektende aus?<\/p>\n<p><strong>Antwort von Fedor Bochow:<\/strong> Wir arbeiten intensiv an einem Konzept, es gibt aber noch keine von allen abgesegnete L\u00f6sung.<\/p>\n<p><strong>Frage aus dem Publikum:<\/strong> Wird es Referenzdaten f\u00fcr Wissenschaftler geben, anhand derer beispielsweise die Leistungsf\u00e4higkeit von Software \u00fcberpr\u00fcft werden kann? Dies w\u00e4re \u00e4u\u00dferst w\u00fcnschenswert.<strong> <\/strong><\/p>\n<p><strong>Antwort von Fedor Bochow:<\/strong> Im Rahmen des Projekts wurde eine Liste mit den Anforderungen der beteiligten Bibliotheken an das Projekt erstellt. Darunter befindet sich auch bereits der ausdr\u00fcckliche Wunsch nach \u00f6ffentlich zug\u00e4nglichen Referenzdaten, verbunden mit den entsprechenden Metadaten.<\/p>\n<p><strong>Frage aus dem Publikum:<\/strong> Kann man eigene Tools in das IMPACT-Framework integrieren?<\/p>\n<p><strong>Antwort von G\u00fcnter M\u00fchlberger:<\/strong> Dies wird m\u00f6glich sein. Das Interoperability-Framework ist sehr offen konzipiert. Es wird allerdings nur m\u00f6glich sein, eigene Komponenten testweise zu integrieren. Die Idealvorstellung ist, dass man durch das Framework Werbeaussagen kommerzieller Anbieter \u00fcberpr\u00fcfen kann, also beispielsweise: Was bedeutet der Einsatz von Scanner A im Vergleich zu Scanner B hinsichtlich der OCR-Ergebnisse?<\/p>\n<p><strong>Frage aus dem Publikum:<\/strong> Bisher ging es nur um OCR, was aber macht man mit Buchelementen, die nicht textuell sind, also mit Zeichnungen, Bildern etc.?<\/p>\n<p><strong>Antwort von G\u00fcnter M\u00fchlberger:<\/strong> Das ist ein wichtiges Thema, aber nicht Teil des IMPACT-Projektes. In zehn Jahren wird es daf\u00fcr aber mit Sicherheit geeignete Software-L\u00f6sungen geben.<\/p>\n<p><strong>Schlusswort und Verabschiedung durch Fedor Bochow <\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Mark-Oliver Fischer (BSB)<\/em><strong> <\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Anmerkung: Das Protokoll gibt die Diskussion nicht w\u00f6rtlich, sondern nur sinngem\u00e4\u00df wieder. 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